7. Dezember 2012

TGIF, WTF, ROFL - Authentische Markenkommunikation in Facebook

Eine altes Sprichwort sagt: "Wenn etwas perfekt ist, dann versuche es nicht besser zu machen." Deshalb halte ich mich Heute einmal zurück und möchte euch einfach die Slideshow von Stefanie Fuchs für authentische Markenkommunikation in Facebook ans Herz legen. 

20. November 2012

Alle 3 Sekunden

Während wir uns jeden Tag Gedanken über die Digitale Zukunft machen, während wir befürchten die Welt geht unter wenn wir einen Pitch verlieren und während wir hoffen die Welt mit Markenkommunikation zu verändern - stirbt alle drei Sekunden auf der Welt ein Kind. Aber daran, denken wir nie...  

Lasst uns einmal innehalten und uns gemeinsam Gedanken über unsere Zukunft machen. Lasst uns einmal Gedanken über die Kinder machen die unsere Zukunft sind. Lasst uns gemeinsam den International Childrens Fund bei seinem Kampf unterstützen. 






6. August 2012

10 Digital Best Practice Kampagnen die garantiert noch nicht jeder kennt

Nichts ist für Marketeers und Kunden beruhigender als eine Handvoll Best Practice Beispiele. Allerdings haben Best Practice Beispiele auch den Nachteil, dass sie sich schnell abnützen. Wer heute in seiner Präsentation noch Charts von Apple, Tesco oder Old Spice verwendet, wird bestenfalls vom Kunden ein müdes Lächeln ernten und im schlimmsten Fall zehn Argumente genannt bekommen, warum es hier nicht passt. 

Deshalb gibt's hier mal 10 Digital Best Practice Beispiele die garantiert noch nicht jeder kennt. 

26. Juli 2012

Sound Branding: The Dark Knight Rises Augmented Reality App

Wenn es etwas gibt was in der Markenkommunikation leider viel zu oft nur Stiefmütterlich behandelt wird, dann das Sound Branding. Mir stellen sich die Nackenhaare hoch wenn ich daran denke wie bei Copytests jede Film-Sequenz und jedes Detail bis zur Lächerlichkeit auf seine Wirkung hin untersucht und dem Sound Design kaum Beachtung geschenkt wird.  Dabei schlummern jenseits von Soundlogos und Werbe-Jingles bei den meisten Marken und Werbespots noch enorme Aktivierungspotenziale. 


The Dark Knigh Rises Z+ Augmented Reality Sound App
Das Sound Design der Kommunikation ist von besonderer Bedeutung für die Vermittlung von Emotionen und hat direkten Einfluss auf die Einstellung zu einer Marke, die Kaufbereitschaft und das Einkaufsverhalten (mehr hier). Ein gutes Sound Design sorgt aber nicht nur dafür, dass wir der Markenkommunikation mehr und länger unsere Aufmerksamkeit schenken, sondern bleibt auch besser haften. Kleiner Test: Was fällt Ihnen spontan ein wenn sie "Langnese" lesen"?  

Ich kenne die Mechanismen in unserer Branche natürlich selbst nur all zu gut. Wenn die Budgets knapp sind und das sind sie bekanntlich immer, dann bleibt für das Sound Branding nur wenig Spielraum.  Ich habe auch nichts gegen Bauchgefühle einzuwenden, aber beim Sound Design müssen sich Brandmanager, Agenturen und Testinstitute die Frage gefallen lassen, warum dieses Thema nur in den seltesten Fällen professionell gehandhabt wird.

Sound Branding ist aber keinesfalls nur ein Thema für ATL Kommunikation. Auch in Onlinekampagnen kann Sound Branding

20. Juli 2012

Shopper Insights: Motive bleiben die selben, Verhalten ändert sich

PSFK hat sich kürzlich mit dem Einfluss von digitalen Technologien auf das Einkaufsverhalten der Konsumenten beschäftigt. Herausgekommen ist eine kleiner, aber feiner Retail Trend Report. Unter dem Strich bleibt für mich aber die Erkenntnis, dass sich eigentlich nicht viel geändert hat und trotzdem alles anders wird.
1. Die Konsumenten sind noch die gleichen wie früher. Sie haben die selben grundlegenden Bedürfnisse und Motivationen, allerdings hat sich ihr Verhalten aufgrund der neuen technologischen Möglichkeiten geändert. Clay Shirky

19. Juli 2012

Audi City: Autohäuser ohne Autos

Was sich im ersten Moment Paradox anhört ist Audis Antwort auf die zunehmende Urbanisierung. Mitten in den größten Städten Europas will Audi in den nächsten drei Jahren 20 digitale Brand Showrooms eröffnen. Der erste Audi City Shop wird nahe dem Piccadilly Circus in London eröffnet.

18. Juli 2012

Big Idea mit Methode – Die besten Brainstorming Techniken

Man nehme einige kreative Köpfe, schließe sie in einen Raum, werfe eine Fragestellung in die Mitte und warte bei konstanter Frischluftzufuhr ca. 30 bis 60 Minuten. Fertig ist die Big Idea. Nicht ganz. Die Chance, auf diese Art wirklich außergewöhnliche Ideen zu kreieren ist ungefähr genauso groß wie die Chance beim Roulette zu gewinnen.

Der Trick für ein erfolgreiches Brainstorming ist, dass sich der Moderator keinesfalls so neutral verhalten sollte wie es oft gefordert wird. Zwar gilt nach wie vor die Prämisse, keine Kritik an Ideen, aber die Kunst beim Brainstorming besteht darin den Teilnehmern sehr wohl einen Kreativen Rahmen abzustecken, der in einer festgefahrenen Situation Denkblockaden löst und gleichzeitig inspiriert.

Entscheidend ist die richtige Kombination aus Fragestellung und Kreativtechnik. Je nach Teilnehmer und Problemstellung lege ich mir aus diesem Grund vor jedem Brainstorming eine Strategie verschiedener Fragestellungen zurecht, die mir dabei helfen soll den richtigen Rahmen abzustecken. Dabei greife ich auf ein Portfolio 14 bewährter Brainstorming Techniken zurück:
  1. Zeitreise: Wie würden wir mit der Herausforderung umgehen wenn wir in einer anderen Zeit leben würden? In 10 Jahren? In 100 Jahren? In 1000 Jahren? 
  2. Teleporter: Wie würden wir mit der Herausforderung umgehen wenn wir in einem anderen Land leben würden? In einem anderen Universum? 

13. Juli 2012

Value reframing: Die Evolution des Marken-Benefit

Hoher Kostendruck, harter Wettbewerb und zu allem Übel aggressive Eigenmarken. Wer als Planner das Glück hat mit FMCG Marken zu arbeiten, dem wird dieses darwinistisch geprägte Szenario bekannt vor kommen. Denn auch an den Supermarktregalen gibt es eine natürlicher Auslese durch den Konsumenten. 



Damit Marken ihre höheren Preisen langfristig rechtfertigen können, müssen sie nicht nur stetig ihre Produkte weiterentwickeln, sondern auch die Markenkommunikation anpassen. Nicht nur um sich von der Konkurrenz zu differenzieren, sondern auch um aus Konsumentensicht den Mehrwert der Marke unter Beweis zu stellen. Denn der Wert eines Produktes und damit auch die Akzeptanz eines Preispremiums, hängt letztendlich von der subjektiven Beurteilung der Konsumenten ab.

Es reicht also nicht, einfach nur bessere Produkte anzubieten, wenn Konsumenten diesen Mehrwert nicht erkennen. Spätestens bei folgenden Aussagen 
sollten bei jedem Planner und Marketer die Alarmglocken klingeln:

11. Juli 2012

The Planner's Guide to the Galaxy

Als Planner ist es nicht nur unsere Aufgabe gute Ideen zu ermöglichen, sonder auch Botschaften zu formulieren, die unserer Zielgruppe erreichen und zu einem gewünschten Verhalten motiviert. Letzteres steht meistens in direkter Verbindung mit dem übergeordneten Unternehmensziel der Gewinnmaximierung. In anderen Worten soll die Werbung den Umsatz steigern. Dabei ist der Handlungsspielraum keinesfalls groß. Im Wesentlichen bleiben dazu nur drei Möglichkeiten:


  1. Wir motivieren Nichtverwender unser Produkt zu kaufen.
  2. Wir motivieren Verwender dazu, mehr davon zu verwenden.
  3. Wir motivieren Verwender dazu, einen höheren Preis zu akzeptieren. 
Dies setzt aber voraus, dass wir die dem Verhalten zugrundeliegenden Motivationen überhaupt kennen. Die wahren Motivatoren zu identifizieren ist wohl die größte Herausforderung im Planning Prozess, da diese meist im Verborgenen liegen und auch den Konsumenten selbst nicht bewusst sind oder aus anderen Gründen nicht genannt werden. Deutlich wird dies zum Beispiel bei Babynahrung. Die Entscheidende Motivation für die Verwendung von Babynahrung ist nicht etwa eine gesunde Ernährung, sondern

10. Juli 2012

Die Illusion unserer Wahlfreiheit

Wir alle lieben unsere Wahlfreiheit, dabei ist sie eigentlich nur eine Illusion. Denn am Ende freut sich meistens einer der Zehn Global-Player. Wem das nicht gefällt, für den bleibt ja noch immer die Dissonanzreduktion. In diesem Sinne, die Wahlfreiheit ist tod, es lebe die Wahlfreiheit.



2. März 2012

Pinterest: Vom Social Graph zum Interest Graph



Vom "Social Graph"
zum "Interest Graph"
Wenn man so will, ist Pinterest nicht nur die nächste Evolutionsstufe der Search-Engine sondern ebenet auch den Weg zu einem "Interest Graph": Während es sich bei Google+, Facebook und auch LinkedIn tendenziell um geschlossene Netzwerke handelt, bei denen Posts vor allem der Selbstdarstellung im Netzwerk dienen, so ist Pinterest ein Zwitter zwischen Content-Aggregation Platform und Search Engine. Ähnlich wie Google und Yahoo ist es vor allem ein Portal und Instrument, das den unüberschaulichen Wust an Online-Content dank der Social-Media Mechanismen automatisch nach meinen Interessen filtert. Der Mehrwert von Pinterest liegt also vor allem darin, dass ich entsprechend meiner eigenen Interessen neue Inspirationen finde ohne etwas Spezielles suchen zu müssen. Kurzum, auf Pinterest werden Produkte nicht wie bei Google & Co. gesucht sondern entdeckt. Die so oft angeführte visuelle Umsetzung ist also nicht das eigentliche Geheimnis sondern vielmehr die stringente Weiterführung der User Experience.

In diesem Sinne stimme ich auch Bianca Boster von der Huffington Post zu, wenn sie zwischen herkömmlichen Social-Media Netzwerken wie Facebook und Pinterest eine klare Linie zieht. Pinterest ist

10. Februar 2012

Deine Mudder vermöbelt Chuck Norris zum Frühstück

Die mythische Verehrung geographischer Orte ist tief in den meisten Hochkulturen verankert. Vor allem Berge sind dabei besonders beliebt. Gelten sie in ihrer konkreten Bedeutung für den Menschen doch als Zeichen höherer Mächte, als Symbol, Personifikation oder Manifes-tation. Auch wir Deutschen haben unseren ganz besonderen, den Prenzlauer Berg. Pilger- und Lebensstätte einer emanzipierten Mütter Bohème und Sinnbild für die Wandlungsfähigkeit unserer Gesellschaft. 

Über keinen anderen Bezirk wurde in den vergangenen Jahren so viel geschrieben und gestritten wie über das Berliner Szeneviertel, welches wegen seines besonderen Kinder- reichtums im Volksmund „Preganant-Hill“ genannt wird. Unter den Teppich gekehrt wird allerdings oft, dass die meisten Kinder im Prenzlauer Berg Einzelkinder sind. Familien mit zwei, drei oder mehr Kindern leben in anderen Bezirken Berlins. Mehr Kinder gibt es hier also nicht wirklich. Nur andere Mütter. Und das macht es aus.


Männer auf dem Abstellgleis 



„Ich war nie verheiratet… das wichtigste im Leben ist mir meine Unabhängigkeit.“ Dieses Zitat stammt nicht etwa

15. Januar 2012

Unterschwellige Werbung bei "The Voice of Germany"?

Nur wenigen ist es aufgefallen, aber Millionen "The Voice of Germany" Zuschauer haben das Nokia Lumia Wasserzeichens am Freitag Abend wohl unbewusst wahrgenommen. Handelte es sich nur um einen technischen Fehler oder experimentiert die ProSiebeSat.1 Media AG tatsächlich mit einer latenten Platzierung von Werbebotschaften, mit dem Ziel uns unbewusst zu beeinflussen?  

Auf den ersten Blick wirkte noch alles normal: Die Kamera zog auf als Teeny-Schwarm Max Giesinger nach seinem Lied das Mikrofon abgesetzt hatte und die Regie begann wie üblich den aufbrausenden Applaus mit emotionalen Bildern ekstatischer Zuschauer und "unfucking fassbar" überwältigter Jurymitglieder zu untermalen, gefolgt von der Einblendung des Hauptsponsors "Nokia Lumia 800".

Eigentlich nichts Ungewöhnliches,

3. Dezember 2011

Casino Global: Warum am Ende immer Amazon gewinnt.


Bald ist Weihnachten und man muss kein Prophet sein um vorauszusagen, dass dieses Jahr mehr Online gekauft wird als jemals zuvor. Online Einkaufen ist ja auch praktisch. Keine langen Warteschlangen, keine Schlepperei, beste Preistransparenz, mehr oder weniger authentische Produktbewertungen und jede Menge Videos, Bilder und Verkaufsargumente die mir helfen genau das zu finden was ich gesucht habe. Was für ein Einkaufserlebnis!

Das ist aber nur die halbe Wahrheit denn in Wirklichkeit sieht der Prozess eher so aus wie bei mir gestern:
Kurz auf Amazon.de gehen, "Braun Series 7" im Suchfenster eingeben, drei mal klicken, Kaufen und am Ende mindestens noch ein Teil extra Bezahlen, nach dem man eigentlich nicht gesucht hat.

Kurz gesagt Amazon & Co. sind schlimmer als die großen Casinos in Las Vegas. Dort weiß man wenigstens das am Ende die Bank gewinnt, einem der letzte Cent abgenüpft und das letzte Hemd mit einem kostenlosen Cocktail versüßt wird. Beim online-shoppen passiert das ganze viel Subtiler. Wie genau Amazon & Co. uns dazu bekommen mehr auszugeben als eigentlich gewollt könnt ihr in der Infografik nachschauen.

24. November 2011

7 Geheimnisse erfolgreicher F-Commerce Shops

Das langfristige Potential von Marken-Shops auf Facebook ist groß, dennoch werden sie derzeit von Konsumenten und Marken in Deutschland nur mit großer Sekpsis betrachtet. Eine Studie von BBDO Proximity hat sich jetzt mit der Frage beschäftigt, welche Regeln Marken beim F-Commerce beachten sollten, um dennoch erfolgreich zu sein.

F-Commerce Erfolgsbeispiele
Der erste Social Media Hype ist vorbei und viele Marken stehen damit vor der Herausforderung wie sie ihre Investitionen in Facebook auch über die Nutzung von Open Graph, Facebook Deals und Facebook Credits hinaus Monetarisieren können. Konsequenter Weise ist der nächste Schritt die Eröffnung eigener F-Commerce Shops um Produkte direkte auf Facebook zu verkaufen und somit „Likes“ in „Buys“ umwandeln zu können.

Allerdings gibt es bislang nur wenig verifizierbare Erkenntnisse darüber was eigentlich die wesentlichen Erfolgsfaktoren und Barrieren bei der Kommerzialisierung aus Sicht der Konsumenten sind. Deshalb hat BBDO Proximity in Zusammenarbeit mit dem Trendforschungsinstitut Jeden TTC und Brand Foreseight eine nicht repräsentative Stichproben Studie mit 500 Teilnehmern durchgeführt.

Deutsche Facebook User halten sich noch zurück

Demnach ist in Deutschland nur eine knappe Mehrheit der User Onlineshops auf Facebook gegenüber positiv gestimmt und nur 8% der Befragten haben überhaupt schon einmal etwas auf Facebook gekauft. Immerhin haben 16% schon einmal in einem Facebook Shop gestöbert. Ein Grund für die zögerliche Annahme des neuen Angebots ist, dass Nutzer Facebook als unkommerziellen Ort für Freunde bewahren wollen. Die größte Hürde allerdings bilden derzeit noch Unsicherheiten beim Kauf und der wahrgenommene laxe Umgang von Facebook mit der Privatsphäre der Nutzer. Eine Lücke von der vor allem alternative Social Media Netzwerke wie Google+ mittelfristig profitieren könnte.


Langfristig wird sich F-Commerce weltweit etablieren 

Paradoxer Weise ist es aber gerade die Interaktion im wahrgenommene privaten Umfeld, das Social Media Commerce langfristig zum Erfolg verhelfen wird. So geben etwa 90% aller Facebook-Nutzer an, den Empfehlungen ihrer Facebook-Freunde zu vertrauen. Jeder fünfte Befragte gibt an, dass die soziale Komponente ein Vorteil ist. Sie finden es gut, dass Freunde ihre Einkäufe sehen und kommentieren können. Jeder Zehnte ist durch das gemeinsame Einkaufen mit Freunden motiviert.


Experten erwarten langfristig eine positive Entwicklung im F-Commerce 

Exklusivität und "Deals" als wesentliche Treiber des F-Commerce

Die Mehrheit der Befragten möchte auf Facebook über neue Produkte (86 %), Aktivitäten (84 %) und Rabattaktionen (77 %) von Marken informiert werden. 32 % finden es gut, tolle Angebote und Rabatte direkt im Newsfeed zu bekommen. Analog wünschen sich zwei Drittel (68 %) Zugang zu exklusiven Inhalten, die es nur auf Facebook gibt und 30 % der Befragten sehen Facebook gar als Kanal für exklusive Produkte. Zudem erwartet jeder vierte Befragte bessere Angebote als in den Online-Stores.

Besonders gut, kommen solche Produkte und Erlebnisse an, die leicht mit Freunden geteilt und verschenkt werden können

Zwei Drittel der Befragten können sich gut vorstellen, Tickets und Eintrittskarten (64%) sowie Gutscheine aller Art (62%) über Facebook einzukaufen. Erst dahinter ordnen sich Medien wie Bücher, Magazine, Filme und Musik (57 %) und Mode (46 %) ein. Vor diesem Hintergrund haben auch die von Facebook gepushten Deals (Online-Rabattcoupons) gute Aussichten auf Erfolg, denn alles deutet darauf hin, dass der Handel mit Coupons auf Facebook funktionieren wird. Produkte mit hohem Informationsaufwand sind dagegen weniger gefragt - für intensive Recherchen, Preisvergleiche etc. sind klassische eCommerce-Kanäle besser geeignet.

Aus den Ergebnissen der BBDO Proximity Studie und den online kursierenden Case Studies lassen sich sieben Erfolgsfaktoren für F-Commerce ableiten:

1) Keine Produkte sondern Erlebnisse verkaufen

Facebook Nutzer erwarten ein besonderes Kauferlebnis. Als Fans möchten sie in den Genuss exklusiver Angebote, einzigartiger Produkte und grosszügiger Nachlässe kommen. Ihr Status als Fan sollte ihnen Zugang zu besonderen Informationen und Angeboten ermöglichen und somit ihr Engagement mit der Marke belohnen. Unternehmen sollten diesen Belohnungsaspekt stets berücksichtigen, um Empfehlungen und Mundpropaganda anzuregen. Besonders geeignet sind in diesem Kontext neben Gutscheinen und Rabattcoupons auch limited Editions.

2) Individualisierte Angebote

Der Zugriff auf den Datenpool von Facebook gibt Unternehmen die Möglichkeit, ihr Angebot zu personalisieren, z. B. dem Nutzer persönliche Produktempfehlungen anzuzeigen. Zudem bietet Facebook eine Reihe sozialer Komponenten an. Unternehmen können in ihren Facebook Stores Wunschlisten einrichten, die für Freunde freigeschaltet werden wie es zum Beispiel Bulgari tut.

3) Keine Replik des Online Shops

Ein Facebook Shop kann den Online Shop zwar flankieren, aber auf keinen Fall ersetzen. Unternehmen sollten mit neuen Angeboten und Vertriebskonzepten auf Facebook Aufmerksamkeit schaffen. Zeit- und volumenabhängige Angebote sowie Fan-first- und Fan-only-Artikel schaffen Begehrlichkeit und garantieren Mundpropaganda.

4) Von SEM zu "Show & Discover"

Facebook ist noch keine Plattform für Produktsuche. Der Nutzer stößt eher zufällig durch Empfehlungen seiner Freunde oder Informationen im Newsfeed auf interessante Produkte. Die Pinnwand und der eigene Newsfeed sollten daher als Schaufenster genutzt werden, das Inspiration und Ideen bietet.

5) Eigene Benchmarks definieren

F-Commerce ist noch kein Absatzkanal. Zurzeit beträgt der Umsatz eines F-Stores ca. 2 % bis 5 % eines E-Stores. Überhöhte Umsatzprognosen sollten daher misstrauisch machen. Für Unternehmen gilt es, hinter die Zahlen zu schauen und eigene Benchmarks zu etablieren. „Umsatz perLike“ oder „Umsatz per Share“ definieren die Qualität der Kundenbeziehungen auf Facebook. Die Zahl der wiederkehrenden Käufer und Empfehlungen drückt die Zufriedenheit der Fans aus.

6) Kompetenzlücken schließen

F-Commerce erfordert Interdisziplinarität und sollte durch Social Media Aktionen und Kampagnen unterstützt werden . Um aufmerksamkeitsstarke Kampagnen zu entwickeln, müssen Unternehmen auf Intermediäre zurückgreifen, die Kompetenzen wie digitale Markenführung, Vertrieb, CRM, Datenanalyse, Software- und Spieleentwicklung verbinden.

7) Hohe Sicherheitsstandards bieten

Unternehmen müssen auf Facebook die gleichen Sicherheitsstandards bieten wie in ihren Online Shops. Bei der Auswahl des Lieferanten der Shop-Software sollte daher darauf geachtet werden, dass die Sicherheitssiegel von Trusted Shops oder McAfee Secure diese garantieren

Die komplette Studie von BBDO Proximity Deutschland findet ihr hier: