21. November 2011

Schweppes geheimes Cocktailrezept für mehr Absatz

Auch wenn ich mir jetzt wieder den Groll vieler Kollegen aus der Werbebranche zuziehe, aber am Ende des Tages ist Werbung vor allem dafür da um langfristig den Absatz der Produkte zu fördern. Deshalb versuchen wir auch jeden Tag unsere Zielgruppe und deren Verbindung mit unseren Marken besser zu verstehen. Bedürfnisse aufzudecken, besser als die Konkurrenz zu adressieren und nicht zu vergessen, neue Bedürfnisse bei den Konsumenten zu wecken.

Stimmt, aber was hat jetzt Schweppes damit zu tun? Nun, die wenigsten von uns die gerade mal durst habe werden spontan zu einer Flasche Schweppes greifen - zu groß ist die Marktmacht von Cola, Pepsi und Co. Deshalb bemüht sich Schweppes schon seit längerem den Absatz durch die gezielte Etablierung der Marke als festen Bestandteil von Cocktails anzukurbeln. In diesem Zusammenhang ist mir diese Woche eine schöne Experiential Marketing Aktion von Schweppes in Australien aufgefallen.


Schweppes Experiential: Cocktail Revolution @ Southern Cross Station from tkm9 on Vimeo.


Um erst einmal Aufmerksamkeit zu generieren hat Schweppes in Melbourne drei Tage lang eine ungebrandete Holzbox am Hauptbahnhof angeteasert. Nach drei Tagen wurde die Box eröffnet und entpuppte sich als Schweppes Coktailbar. Mittels Augmented Reality und diversen anderen interaktiven Elementen konnte sich nicht nur jeder vom Geschmack überzeugen, sondern auch gleich sein persönliches Schweppes Cocktailrezept finden.

Neben Schweppes versuchen aktuell immer mehr FMCG Marken sich neue Geschäftsfelder und Absatzkanäle zu erschließen um den Umsatz weiter anzukurbeln. Pringles sammelt und veröffentlicht zum Beispiel sowohl auf der Website, als auch auf Facebook Rezepte mit Pringles Chips und positioniert diese auch auf externen Seiten wie Chefkoch.de.

Hintergrund

Experiential Marketing Aktionen gehören bei den meisten Marken mittlerweile zum ständigen Marketingmix. Zu recht, denn gut umgesetzt ermöglicht es in einzigartiger Weise den Produktbenefit und das Markenversprechen erlebbar zu machen und eignet sich deshalb hervorragen um einen bleibenden Eindruck beim Konsumenten zu hinteralssen. Erfolgreiche Beispiele aus der Gegenwart und jüngeren Vergangenheit gibt es zu genüge. Zum Beispiel setzt die Kaugummimarke 5Gum bei ihrer kompletten Markenkommunikation darauf, den Konsumenten durch den gezielten Einsatz von Ton und Bild, dass einzigartige sensorische Geschmackserlebnis näher zu bringen. Aber auch Philips hat mit seiner Aktion "Philips vs. the sun" ausgezeichnete Erfahrungen gemacht.

20. November 2011

Augmented Reality App "Flow" von Amazon läutet mobile shopping Zeitalter ein

Amazon Flow Augmented Reality iPhone App

Nicht heimlich, aber still und leise hat Amazon in den USA seine neue Augmented Reality mobile shopping App "Flow" gelauncht und macht sich damit wieder einmal auf die eCommerce Welt zu revolutionieren. Mit "Flow" gehört das lästige Barcode scannen nämlich der Vergangenheit an. Die in Flow integrierte Objekterkennung erlaubt den Usern alle verfügbaren Produktinformationen in Echtzeit von Amazon.com auf dem Smartphone Bildschirm abzubilden.  Nach der Erkennung findet Flow nicht nur automatisch das beste Angebot auf Amazon.com, sondern zeigt zudem alle verfügbaren Mediafiles an.

Wer also sein iPhone über eine in der Datenbank erfasste Musik-CD hält kann mit seinem iPhone die entsprechenden Musiktitel probe hören, bei Filmen direkt den Trailer anschauen und Bücher können wie im Onlineshop gewohnt direkt angelesen werden. Aber auch Nahrungsmittel wie zum Beispiel Nutella lassen sich prima erfassen und direkt bei Amazon nachbestellen. Leider ist die App aktuell nur in den USA verfügbar, so dass wir es nicht selber ausprobieren konnten, aber das Video von den Kollegen von intomobile macht deutlich wie gut Flow funktioniert.



Zwar gibt es bereits seit längerem erfolgreiche Barcode Scanner Apps und eBay brachte unlängst die sehr gut funktionierende iPhone App Red Laser heraus, allerdings erreicht Flow dank der intuitiven Handhabung und in Kombination mit der schier unerschöpflichen Datenbank von Amazon.com ein neue Dimension:

“This is our first step towards integrating product search technology with augmented reality,” sagte Bill Stasior, der Amazon Tochter A9.com. “The integration of a live camera display, graphical overlays, and visual recognition technology creates a seamless experience for a customer looking to discover information about objects in their physical surroundings.”
Der Stationäre Handel steht vor harten Zeiten und der großen Herausforderungen auch in Zukunft mehr zu sein als nur einer von vielen Amazon Showrooms. Vor diesem Hintergrund könnte die aktuelle Kampagne "Das Ende des Preis-Irrsinns" von Mediamarkt ein Schritt in die richtige Richtung sein. Sowieso gilt, niemals zuvor war der Markt gläserner als Heute. Auch Werber und Strategic Planner dieser Welt werden sich in Zukunft den Kopf darüber zerbrechen müssen, wie Ihre Produkte am besten zu präsentieren sind.

22. Oktober 2011

Augmented Reality 2.0: Microsoft entwickelt Hologram-Technologie

Microsoft hat im letzten Jahrzehnt seinen Glanz verloren und musste tatenlos zusehen wie man von Apple ein für's andere mal die Show gestohlen bekam. Nein, "innovativ" zählte sicherlich nicht zu den meist genannten Assoziationen mit Microsoft. Möglicherweise wird die Veröffentlichung von Kinect allerdings schon bald als der Zeitpunkt in die Firmengeschichte eingehen, der den Software Giganten wieder zurück auf die Erfolgsspur der 90er brachte.

Kaum einer wird sich dann dafür interessieren, dass es gerade Hacker  rund um den Globus, also genau diejenigen, die Microsoft in der Vergangenheit immer versuchte mit allen Mitteln am Zugriff auf Software und Quellcodes zu hindern, waren, die Microsoft die richtige Fährte legten. Es war die revolutionäre Kamerasteuerung der Spielekonsole die Hacker ermöglichte erste Hologramme in einer Qualität zu erstellen, die man sonst nur aus Star Trek und Raumschiff Enterprise kannte.

Aufgeweckt von den Möglichkeiten bastelt Microsoft seitdem fieberhaft an der Kommunikation der Zukunft. Eine Welt in der unsere "reale" Welt unzertrennlich mit der "virtuellen" verschmilzt. Körperlose Objekte lassen sich anfassen, aufeinanderstapeln und neu anordnen, auf der anderen Seite werden alle Oberflächen zu interaktiven Flächen. Wie das genau funktioniert könnt ihr euch in den zwei Videos anschauen.

Microsoft "OmniTouch"



Microsoft "HoloDesk"



Mehr zum Thema gibt's bei Spiegel.de und auf dem Microsoft blog.



1. Oktober 2011

Fundstück des Monats: Eine Heimat für Songwriter


Wenn das Produkt für sich spricht, dann ist es am besten wenn man ihm auch die ganze Bühne zur Verfügung stellt. Dass diese alte Binsenweisheit nicht nur für elektronische Multimedia-Designprodukte des Konzerns mit dem Apfellogo gelten muss, beweist der Erfolg von TVnoir.de.

Die Website samt zugehöriger Facebook und Youtube Präsenz ist im Wesentlichen die digitalisierte Version des bewährten Kneipen-Live-Musik-Abends - in diesem Fall des "Heimathafen" in Neukölln. Auf das nötigste reduziert und unter dem Motto "Wohnzimmer der Songwriter" treffen sich dort einmal im Monat auf dem Sofa von Moderator Tex ein noch relativ unbekannter Newcomer, zusammen mit einem bereits etablierten Künstler zum gemeinsamen diskutieren und musizieren. Das Ergebnis gibt's dann anschließend im Internet auf TVnoir.de:  Musikaufnahmen der Extraklasse in ihrer puristischsten Form - unvollkommen und ohne Chi Chi, aber mit jeder Menge Gefühl und eingebauter Gänsehautgarantie. Hier gibt's den Beweis:


Das Konzept geht auf. Über 16 Millionen Kanalaufrufe auf Youtube und 60.000 Fans auf Facebook sprechen für sich. 2009 wurde TV Noir zudem für den Grimme Online Award nominiert und seit Mai 2011 kann man die Show nicht nur im Internet, sondern auch jeden 2. und 3. Freitag im Monat um 23:00 bei ZDF.Kultur sehen.

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7. September 2011

Google+, mein Leben in Circles

Mal abgesehen von einem kurzen Blogeintrag auf dem Digitallabblog der BBDO hab ich mich bis jetzt gewehrt hier irgend etwas über Google+ zu schreiben. Nicht weil ich Google+ nicht mag - im Gegenteil, ich glaube Google+ ist großartig und wird zumindest dafür sorgen, dass sich Facebook in Zukunft mehr anstrengen muss und dazu antreiben innovativer zu werden - sondern weil es einfach schon so viele Beiträge von echten und selbsternannten Experte zu dem Thema im Netz gibt.

Die eine Frage die aber jeden von uns auf Google+ beschäftigt, ist die Frage danach, wie zur Hölle man seine Freunde, Kollegen, Familie etc. am besten in Circles organisiert. Nun, hier ist die Antwort:




 Noch mehr witzige Bilder und Einträge zu dem Thema findet ihr auf HappyPlace.com

5. September 2011

Google's Doodle tribute to Freddie Mercury


Freddie Mercury wäre heute 65 Jahre alt geworden. Grund genug für Google dem an Aids gestorbenen Ausnahmekünstler und Pionier seiner Zeit mit einem Doodle samt Video zu honorieren. Freddie Mercury ist unbestreitbar einer der größten Künstler aller Zeiten. Er verlieh der Musik der Band Queen  etwas magischen und inspiriert mit seiner Art Musik zu leben generationen von Menschen rund um den Globus.

2. September 2011

Philips sorgt für Stille auf YouTube

Philips hat heute morgen seinen YouTube brand-channel im neuen Design präsentiert und dabei einige Grundsätzliche Fragen aufgeworfen. Ganz nach dem Markenversprechen präsentiert sich der neue Philips Markenkanal klar, übersichtlich und voll auf Usability getrimmt. Bei der Umstrukturierung hat Philips aber nicht nur für mehr Klarheit gesorgt, sondern mit der quasi Abschaffung der Kommentarfunktion eine interessante Frage aufgeworfen: Brauchen Marken auf YouTube überhaupt einen Dialog?

Philips Neuer Markenauftritt auf YouTube

Interessant nicht nur deshalb, weil sich damit für Marken auch die Frage nach dem Sinn der SM Kanäle im  allgemeinen und von YouTube im speziellen stellt. Die meisten, um nicht zu sagen fast alle top Markenhersteller haben während des Social Media Hypes die Schrotflinte rausgeholt und viel Geld investiert um auf alles zu ballern was sich bei drei nicht hinter der Tastatur versteckt hat. Erst jetzt, nachdem sich der Pulverdunst so langsam verzieht, fragen sich viele was sie eigentlich erreichen wollen?

Einen interessanten Beitrag zum Thema Sinnvolle Nutzung von Kommunikationskanälen findet sich auf der Homepage der APGD (Account Planning Group Deutschland). In seinem Artikel "Von Single Mindedness zu Channel Mindedness" appelliert Magnus Höltke an Marketingmanager darüber nachzudenken, welche Ziele sie mit welchem Kanal verfolgen möchten. Hier schließt sich der Kreiß. Philips hat sich entschieden YouTube in ihrem Social Media Mix eben nicht als halbherzige Dialog- sondern als reine Mediaplattform zu etablieren um die Marke mittels branded content emotional aufzuladen und den verschiedenen Zielgruppen maßgeschneiderten Content zu bieten. Dialog findet bei Philips auf Facebook statt - oder auch nicht.

Mal abgesehen davon, dass die Share- und Ratingfunktion aus meiner Sicht immer zugänglich sein sollte, finde ich die klare Strategie von Philips gut. Vor allem vor dem Kontext, dass Philips generell keine Dialog getriebene Marke ist wie es vielleicht Heineken, Nike oder Desperados darstellen. Einziger Wermutstropfen: Ein bisschen innovativer hätte es schon sein können. Beispiele für einen kreativeren Umgang mit dem Medium gibt es doch ettliche (s.h Bild)

Wie seht ihr das, braucht jeder brand Channel eine Kommentarfunktion?


12. August 2011

Für Ruhm und Ehre: Wenn ein Fußballstadion plötzlich seine Stimme erhebt

"Manche Leute halten Fußball für eine Sache von Leben und Tod. Ich kann Ihnen versichern, es ist sehr viel wichtiger als das." Dieses Zitat stammt zwar leider nicht von mir, sondern von Bill Shankley, aber wer einmal bei einem Traditionsverein in der Kurve stand, der wird es ohne mit der Wimper zu zucken unterschreiben.

Fußball ist gelebte Leidenschaft. In den wenigen Minuten zwischen An- und Abpfiff spielen soziale Normen keine Rolle. Traditionsvereine sind Aushängeschild und Stolz einer ganzen Region.  Menschen aller Schichten stehn ungeachtet sozialer Normen, Arm in Arm auf den Süd-, Nord-, West- und Ostkurvern dieser Welt, um Ihre Helden auf dem Platz zum Sieg zu tragen. Immer in der Hoffnung teil von etwas Größerem zu werden.



Aber nie war die Kluft in Agrentinien zwischen den Fans auf den Rängen und ihren Idolen auf dem Platz größer. Fußball ist zu einem Milliarden-Geschäft geworden von dem nicht zuletzt die Profis profitieren. Fussball zu spielen ist ihr Beruf. Aber beim Fußball geht es nicht darum wer am meisten verdient, sondern um Ruhm, Ehre, darum unsterblich zu werden. Momente bei denen man selbst zu einem Stück Geschichte wird, wenn man im Stadion war. Wie beim Championsleague Finale '99 oder dem Gewinn der Weltmeisterschaft '54. Momente die man nicht kaufen kann, sondern sich verdienen muss. Dafür alles zu geben, nichts unversucht zu lassen und niemals aufzugeben, dass sind die Spieler sich, ihrem Verein und ihren Fans schuldig.

Diesen Apell richtete Nike, in einer ganz besonderen Art und Weise, an die Profis des zuletzt erfolglosen Traditionsvereins Bocca Junior. In dem es das Bombonera Stadion, Heimat der Bocca Junior und Schauplatz vieler geschichtsträchtiger Momente, an die Ehre der ersichtlich überraschten Spieler appellieren lässt.

Bravo Nike, Bravo BBDO für diesen TV-Spot, der jedem Fußballfan der Welt aus der Seele spricht und das Wesen des Fußballs in so treffender Weise beschreibt.

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Nike, the day the stadium spoke

29. Juni 2011

World of Fourcraft: Erst New York und morgen die Weltherrschaft

Bei dem ganzen Trouble um Google+ und Greenpeace blieb in den letzten Tagen kaum noch Platz für andere Meldungen, dabei hält das Web noch ganz andere Schmankerl parat. World of Fourcraft zum Beispiel.

World of Fourcraft basiert auf dem Weltbekannten Brettspiel "Risiko", mit einem kleinen aber feinen Unterschied. An nur einem Wochenende haben Ricki Robinett und sein Team (mehr hier) beim Gamehack in NYeine Foursquare App programmiert die mittels Google Maps APIs New York zum Schlachtfeld und jeden angemeldeten Foursquare User zur Bodeneinheit verwandeln.

Damit das Spiel funktioniert muss man sich zuerst auf World of Fourcraft anmelden und für einen der insgesamt 6 Lager entscheiden. Ähnlich wie beim Brettspiel zählt jede Anmeldung bei Foursquare als Einheit im ausgewiesenen Gebiet. Basierend auf den Check-Ins errechnet ein eigens programmierter Algorithmus laufend welches Team welche Gebiete gehören. Am Ende jeder Woche wird die Karte bereinigt und das Spiel kann von neuem beginnen. 

Die Idee ist ehrlich gesagt nicht ganz neu. Vor ca. einem Jahr hatte O2 bereits ein ähnliches virtuelles Game in Deutschland veranstaltet. Mit Foursquare im Rücken wird "World of Fourcraft" aber hoffentlich mehr Anhänger finden und von New York aus vielleicht schon bald die ganze Welt erobern.

Für mich nicht nur ein guter Grund mich wieder mal auf Foursquare zu betätigen, sonder auch eine nette Alternative für alle die auf der Weltbühne nicht genug vom Kriegspielen bekommen können.
Ich werde morgen mal eine Petition bei der "UN" einreichen. So kommt wenigstens keiner mehr zu schaden.

28. Juni 2011

What do you love? Google's neuester Service

Bei den Freunden von Techcrunch bin ich heute über ein interessantes neues Google Gadget mit dem Namen "What do you love?" gestolpert. Hinter dem einschlägigen Namen verbirgt sich eine Plattform die im Wesentlichen die Ergebnisse unterschiedlicher Google Tools zum eingegeben Suchwort auf einer einzigen Seite zusammenfasst. Die Idee ist super und das Design der website ist im Sinne der Usabillity schön übersichtlich gestaltet.

Allerdings sind die angezeigten Ergebnisse zu den meisten Suchwörtern nur bedingt relevant, was die Praxistauglichkeit von "What do you love?" ziemlich einschränkt und die Frage aufwirft ob Google mit der neuen WDYL Plattform nicht hauptsächlich seine eigenen Produkte wie Gmail, Picasa usw. vermarkten möchte. Wie auch immer WDYL ist ein nettes Gimmick um sich einen schnellen Überblick zu bestimmten Themen und Suchwörtern zu verschaffen oder eben darüber was Google mit seinem Arbeitgeber assoziiert (Überraschungen inbegriffen).

Google's neuen Service findet ihr unter www.wdyl.com oder hier



21. Juni 2011

Unglaublich, Intel hat DIR ein Museum gebaut - eine kleine Reise ins "ich".

Das gute am schlechtem Wetter ist, dass man endlich mal Zeit für all die Dinge hat die man schon lange mal wieder tun wollte: Seine neueste Musik in iTunes einordnen, sich den letzten Hollywoodstreifen im Kino ansehen oder einfach mal wieder ins EIGENE Museum gehen.


Ihr habt richtig gelesen - wenn ihr wollt dann baut euch Intel euer eigenes Museum. Zwar erstmal nur virtuell, aber immerhin. Nach euerer Einwilligung für die Nutzung von Facebook Connect verwendet Intel nicht nur eure Bilder, Videos, Links, Freunde und geotagging Informationen, sonder auch die Informationen von eueren Freunden und Posts über dich um ein wahrhaft einzigartigen Film mit dir in der Hauptrolle zu erstellen. Präsentiert wird der Film als Museumsaustellung über dich.



Ich muss zugeben ich hatte ein bisschen Gänsehaut als ich zum ersten mal mein eigenes virtuelles Leben im Museum erkundet habe. Vor dem Bildschirm zu sitzen und sich aus der dritten Perspektive zu erfahren hat ein bisschen was von einer Reise ins "ich". Wenn ihr jetzt gespannt seid wie euer eignes Social Media Museum aussieht und was es über euch erzählt, dann könnt ihr einfach HIER klicken. 



16. Juni 2011

ICH BIN ANDERS: Canon vs. Nikon

Marken verleihen Produkten eine Idendiät, sie geben Halt und wirken vertraut, haben eine Persönlichkeit und Werte, aber Marken sollen die Produkte vor allem vom Wettbewerb abgrenzen und im besten Fall polarisieren. Nichts verbindet stärker als ein gemeinsames Feindbild. Die gegen uns, wir gegen alle anderen. Kreativität gegen Establishment, Lifestyle gegen Mainstream. Was wäre Apple heute ohne Microsoft oder Pepsi ohne Cola oder eben Nikon ohne Canon?

Gerade Nikon investierte in letzter Zeit massiv in die Positionierung der eigenen Marke um sich von Canon abzugrenzen. Während Canon („you can“) sich in einem überwiegend von Funktionalität und von technischen Details getriebenen Umfeld bewegt und somit als Enabler etabliert, setzt Nikon („at the heart of the image“) seit 2010, und unter der Federführung von Jung von Matt an der Spree, in der Kommunikation verstärkt auf das emotionale Erlebnis, Kreativ- und Individualität. Basierend auf dem Insight das unsere Bilder vor allem etwas über uns selbst bietet das Präfix „ICH BIN“ aus der aktuellen Kampagne den kreativen Anker. Zum leben erweckt wird die Kampagne aber vor allem durch die Einbindung der Zielgruppe. Gemäß dem Motto „Pictures are for sharing memories“ baut Nikon daher verstärkt auf Social Media Kanäle.

Seit 6. Juni veranstaltet Nikon Austria einen eigenen Social Media getriebenen Fotowettbewerb der es Hobbyfotografen ermöglicht eine eigene Nikon Anzeige zu gestalten. Grundlage der Anzeige stellt ein persönliches Foto dar, dem ein individueller Slogan mit dem Präfix „ICH BIN“ und eines der vorgegebenen Kameramodelle hinzuzufügen sind. Die Beteiligung – aktuell über 48.000 hochgeladene Bilder und jede menge Buzz im Social Web – kann sich genauso gut sehen lassen wie die erstellten Anzeigen.

Fazit Prognose: Zumindest im Social Web hat Nikon Canon bereits überholt und weit hinter sich gelassen. Nikon setzt auf das emotionale Erlebnis um sich von Canon's funktionaler Positionierung weiter abzugrenzen und macht derzeit eine Menge richtig, aber Canon wird zumindest aus wirtschaftlicher Sicht auch auf absehbare Zeit Markenprimus bleiben.

10. Juni 2011

Werbung, einfach genial: Angry Voicemail (Uncensored)

Es gibt nicht viele Videos online und noch weniger Werbungen, von denen man einfach nicht genug bekommen kann. Dann braucht es aber auch nicht vieler Worte - Film ab! 



Für mich heute schon der heimliche Sieger von Cannes. Vielen Dank an Gordon der mich auf das Video aufmerksam gemacht hat.

Bitte, mehr davon!

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don't talk alamo draft house

6. Juni 2011

Experiential Marketing: The 5gum experience

Ich war gerade auf der Suche nach einigen netten Experiential Marketing Fall als ich auf die Einführungskampagne von Wrigley's 5Gum gestoßen bin, die es so in Deutschland leider nicht gab, aber dafür als Video auf Youtube (weiter unten).

Noch vor dem eigentlichen Launch versendete Wrigley an seine 800.000 Facebook Fans eine kurze Nachricht, dass sie eventuell auserwählt wurden, um auf der eigens programmierten Microsite 5react.com, als erstes die neuen 5Gums zu testen. Auf 5react.com bedurfte es nur noch der Zustimmung zur zugehörigen Facebook Applikation, bevor das personalisierte 5-Gum Erlebnis beginnen konnte. Die auserwählten Besucher ( ich bin mir sicher das Wrigley's sich bei der Auswahl hier auf die Influencer-Daten von Facebook gestützt hat) konnten sich ein Sample nach hause schicken lassen und darüber hinaus an fünf weitere Facebook Freunde. In nur wenigen Wochen wurden auf diesem Weg 60.000 5Gum Samples versendet und jede Menge Buzz sowie positiver WOM generiert.

Damit aber noch nicht genug. Jedes Sample enthielt neben dem Kaugummi noch eine 3D-Brille und einen individuellen Code mit dem man auf 5react.com sein eigenes 3D 5Gum-Erlebnis generieren konnte.



Fazit: Wrigley ist es nicht nur gelungen das sensorisches Erlebnis als Markenkern umzusetzen sondern konnte darüber hinaus über 4,8 Millionen 5Gum-Fans auf Facebook gewinnen. Kurz, die Social Media Strategie, eine Mischung aus Experiential Communication, klassischem Sampling und WOM war ein voller Erfolg.